Photovoltaiktechnik – Montage, Instandhaltung und Wartung von PV-Anlagen

KURSANGEBOT

Seminarart: Inhouse bei Ihnen
Zielgruppe: Mitarbeiter, welche nichtelektrotechnische Arbeiten an PV ausführen sollen
Umfang: Zwei Tage
Mindestteilnehmerzahl: 3
Preis ab 2.232,- EUR ( = 394,- EUR bis 744,- EUR pro Teilnehmer)
Seminarunterlagen und Zertifikate inklusive

Seminarart: Inhouse bei Ihnen
Zielgruppe: Mitarbeiter, welche als Nichtelektrotechniker elektrotechnische Arbeiten nach Arbeitsanweisung und Checkliste durchführen.
Umfang: 10 Tage, auf zwei Wochen aufgeteilt
Mindestteilnehmerzahl: 3
Preis ab 9.750,- EUR ( = 1.463- EUR bis 3.250,- EUR pro Teilnehmer)
Seminarunterlagen, Prüfung und Zertifikate inklusive

Seminarart: Inhouse bei Ihnen
Zielgruppe: Mitarbeiter mit Berufsausbildung und Tätigkeit im elektrotechnischen Kontext.
Umfang: Zwei Tage
Mindestteilnehmerzahl: 3
Preis ab 2.232,- EUR ( = 394,- EUR bis 744,- EUR pro Teilnehmer)
Seminarunterlagen und Zertifikate inklusive

Seminarart: Inhouse bei Ihnen
Zielgruppe: Elektrofachkräfte und EFKffTs.
Umfang: Zwei Tage
Mindestteilnehmerzahl: 3
Preis ab 2.232,- EUR ( = 394,- EUR bis 744,- EUR pro Teilnehmer)
Seminarunterlagen und Zertifikate inklusive

Seminarart: Inhouse bei Ihnen
Zielgruppe: Elektrofachkräfte für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) und Elektrofachkräfte (EFK). Ziel ist die Rezertifizierung nach Verlust des Status (z.B. nach längerer Tätigkeit ausschließlich außerhalb des elektrotechnischen Bereichs).
Umfang: Zwei Tage
Mindestteilnehmerzahl: 3
Preis ab 2.232,- EUR ( = 394,- EUR bis 744,- EUR pro Teilnehmer)
Seminarunterlagen und Zertifikate inklusive

Seminarart: Inhouse bei Ihnen
Zielgruppe: Nichtelektrotechniker, beispielsweise aus dem kaufmännischen Bereich. Ziel ist das Schaffen technischen Grundverständnisses.
Umfang: Ein Tag
Mindestteilnehmerzahl: 3
Preis ab 1.562,- EUR ( = 276,- EUR bis 521,- EUR pro Teilnehmer)
Seminarunterlagen und Zertifikate inklusive

Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP)

Als Elektrotechnisch unterwiesene Person  bezeichnet man nach DIN VDE 0105-100 eine Person, welche durch eine Elektrofachkraft über die ihr übertragenen Aufgaben und möglichen Gefahren bei unsachgemäßem Verhalten unterrichtet und erforderlichenfalls angelernt sowie über die notwendigen Schutzeinrichtungen und Schutzmaßnahmen belehrt wurde.

Diese Unterweisung ist für alle Mitarbeiter, welche im elektrotechnischen Kontext nichtelektrotechnische Arbeiten durchführen, entsprechend der DGUV Vorschrift 3 (ehmals BGV A3) zwingend erforderlich. Hierfür ist keine allzu umfangreiche Ausbildung notwendig, so gilt eine Elektrotechnisch unterwiesene Person durchaus als ausreichend qualifiziert, wenn sie über die ihr übertragenen Aufgaben und die möglichen Gefahren bei unsachgemäßen Handeln sowie über die notwendigen Schutzeinrichtungen und Schutzmaßnahmen ausreichend unterwiesen, eingewiesen und – falls erforderlich – angelernt worden ist.

Dabei darf die Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) auch eigenständig einfache Wartungsarbeiten im freigeschalteten Zustand durchführen, dies jedoch ausschließlich unter Leitung unter Aufsicht einer Elektrofachkraft, wie sich aus den einschlägigen Normen und Vorschriften (DGUV Vorschrift 3, VDE 1000-10, VDE 0105-100) ergibt.

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT)

Müssen elektrotechnische Arbeiten wie Elektroinstallationen, Anschlüsse, Elektromontagen, Freischaltvorgänge oder ähnliches durchgeführt werden, reicht die Qualifizierung zur Elektrotechnisch unterwiesene Person nicht mehr aus, dann ist die Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten entsprechend DGUV Grundsatz 303-001 Mindestvoraussetzung.

Unter festgelegten Tätigkeiten versteht man nach DGUV Grundsatz 303-001 (ehmals BGG 944) gleichartige, sich wiederholende elektrotechnische Arbeiten an Betriebsmitteln, die vom Unternehmer in einer Arbeitsanweisung festgelegt sind. Die Elektrofachkraft für festegelegte Tätigkeiten muss also anhand einer Checkliste arbeiten können.

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Sinne  von DIN VDE 0105-100, DGUV Vorschrift 3 (ehmals BGV A3) ist, wer (im oben beschriebenen Kontext) aufgrund seiner fachlichen Ausbildung in Theorie und Praxis, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der bei diesen Tätigkeiten zu beachtenden Bestimmungen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.

Der Umfang der Schulung umfasst in der Regel 80 Unterrichtseinheiten (10 Tage). Eine Herabsetzung dieser Zeit ist unter bestimmten Voraussetzungen – bezogen auf die Vorbildung der zu unterweisenden Mitarbeiter – möglich, wobei diese sehr individuell abzuklären sind.

Elektrofachkraft (EFK)

Eine Elektrofachkraft ist nach § 2 Abs. 3 DGUV Vorschrift 3 wer „auf Grund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.“
Eine entsprechende Berufsausbildung oder ein elektrotechnisches Studium sind also eine Voraussetzung um als Elektrofachkraft zu gelten, jedoch ist dies alleine nicht ausreichend. Zudem gibt es nicht „die Elektrofachkraft“ für alles. In Übereinstimmung mit der EN 50110-1 kann eine Elektrofachkraft nur Elektrofachkraft in definierten Bereichen sein, z.B. Elektrofachkraft für Photovoltaik-Systeme. Um einen Mitarbeiter guten Gewissens und in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Vorschriften als Elektrofachkraft einsetzen zu können, muss die Qualifizierung sichergestellt und im Zweifelsfall nachgewiesen werden.
Wir bieten Ihnen einen zweitägigen Zertifikatslehrgang explizit für Elektrofachkräfte in der Photovoltaiktechnik an. In dieser Schulung werden neben den wichtigsten rechtlichen Anforderungen an PV-Anlagen auch alle notwendigen Sicherheitskenntnisse vermittelt. Unser Ziel ist es dass Ihre Elektrofachkräfte in ihrer Arbeit und sich ihrer Sache sicher an Photovoltaiksystemen arbeiten können und dürfen.

Arbeiten unter Spannung (AuS) an Photovoltaikanlagen

Als Arbeiten unter Spannung (AuS) wird das Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen elektrischer Anlagen oder auch Betriebsmitteln verstanden. Dies gilt nur für gefährliche Berührspannungen, also nicht für die 12 V -Anlage.
Die wichtigste Regel fürs Arbeiten unter Spannung ist: Lassen Sie es sein wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Die Realität zeigt aber; es lässt sich nicht immer vermeiden. Eine Photovoltaikanlage können Sie nicht ausschalten, sobald die Sonne auf PV-Module scheint liefern diese PV-Module Spannung.
Die Voraussetzung die Elektrofachkräfte erfüllen müssen um AuS nach § 8 DGUV Vorschrift 3 durchzuführen ist neben der Fachkunde und der persönlichen Eignung die Qualifizierung nach DGUV Regel 103-011 notwendig. Diese umfasst einen Theorie- und einen Praxisteil samt einer Prüfung.
Wir qualifizieren Ihre Mitarbeiter gerne inhouse zu Arbeiten unter Spannung und beraten Sie auch zum innerbetrieblichen Rahmen; der Einsatz eigener Mitarbeiter ist auch an weitere organisatorische Maßnahmen geknüpft. Unser Ziel ist es dass Sie und Ihre Mitarbeiter sicher und rechtssicher an PV-Anlagen arbeiten – wenn Arbeiten unter Spannung notwendig sind.

Besondere Anforderungen in der Photovoltaiktechnik
Jedes Feld der Energieverteilung hat seine technischen sowie rechtlichen und normativen Besonderheiten, gerade auch im Themengebiet alternativer Energien; wozu auch das Errichten und Betreiben von Photovoltaikanlagen gehört. So sind neben den allgemeinen Richtlinien der DIN VDE 0100 und anderer Normen wie z.B. der DIN VDE 0185 für Blitzschutzeinrichtungen auch die Regeln der DIN EN 62446 an Errichtung und Betrieb von Photovoltaikanlagen sowie die Anforderungen an Photovoltaik-Stromversorgungssysteme nach DIN VDE 0100-712 zu berücksichtigen. Als Spezialist für alternative Antriebe und Energien bieten wir Ihnen unsere Schulungsangebote  auch für elektrotechnische Arbeiten an Photovoltaikanlagen. Wir qualifizieren Ihre Mitarbeiter und beraten Sie auch gerne beim Aufbau Ihrer Sicherheitssturktur.

Darf man in der Photovoltaik wirklich nur Elektrofachkräfte beschäftigen?
Bei dieser Frage können wir Sie beruhigen und Ihnen weiterhelfen. Nicht alle elektrotechnischen Arbeiten müssen zwangsläufig vom Elektrofachbetrieb ausgeführt werden, § 5 der Handwerksordnung erlaubt dies auch anderen Handwerksbetrieben, sofern diese Arbeiten mit der eigenen Arbeit zusammenhängen und diese wirtschaftlich ergänzt. Dazu gehören etwa die Inbetriebnahme, die Instandhaltung oder der Kundendienst einschließlich elektrotechnischer Tätigkeiten. Hierfür ist jedoch eine adäquate Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter nach DGUV Vorschrift 3, DIN VDE 0100, DIN VDE 0105 notwendig.  Je nach Art und Umfang der betreffenden Arbeiten ist die Qualifizierung zur Elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP) oder zu einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) im Sinne der DGUV Vorschrift 3 (ehmals BGV A3) notwendig. Aber selbst wenn Sie nur Fachleute beschäftigen sollten dürfen diese nicht automatisch alles; Beispielsweise bei Arbeiten unter Spannung – welche in der PV-Technik (Insbesondere beim Errichten von Dachanlagen) häufiger vorkommen – ist eine Zusatzausbildung “Arbeiten unter Spannung” (AuS) nach DGUV Regel 103-011 erforderlich.

Wir helfen gerne weiter bei Ihren Fragen zu unseren Leistungen

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