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28. September 2018

Mit Hochvolt durch Hamburg – Teil 2

Im vorletzten Beitrag haben wir uns mit Hochvoltfahrzeugen – um genau zu sein mit Elektrobussen – im Hamburger Verkehr befasst. Hierzu wurde folgende Frage an uns gestellt:

Muss denn ein Busfahrer [der einen Elektrobus fährt] auch eine Hochvoltschulung machen?

Für die Abgrenzung der notwendigen Qualifizierungen sei vorab verdeutlicht: Die hamburger Busfahrer müssen die Busse fahren und weder als Versuchsfahrzeug fahren noch in der Produktion bauen, sie haben eigensichere Fahrzeuge als Serienfahrzeuge auf der Straße zu führen. Bei Vorserienfahrzeugen sind strengere Qualifizierungsmaßnahmen für Hochvolt vorgeschrieben. Bleiben wir also bei den Hochvolt-Serienfahrzeugen. Hierzu steht in der DGUV Information 200-005 in Kapitel V Nr. 1: „Die Mitarbeiter müssen auf die fahrzeugspezifischen Eigenschaften der HV-Fahrzeuge hingewiesen und mit dem bestimmungsgemäßen Gebrauch vertraut gemacht werden. Für das Bedienen von HV-Fahrzeugen ist es ausreichend, die Mitarbeiter auf die dabei zu beachtenden Besonderheiten einzuweisen.“ Es geht also in erster Linie um eine arbeitsbezogene Einweisung. Natürlich gehört hierzu auch ein Grundverständnis der Technik, es ist jedoch keine umfangreiche Qualifizierung im elektrotechnischen Sinne notwendig. Anders sieht es jedoch mit Arbeiten am Fahrzeug aus, wie Radwechsel, Arbeiten an den Bremsen etc. hierfür ist – auch wenn es sich um nichtelektrotechnische Arbeiten handelt eine Grundqualifizierung notwendig.
Sollte ein Unternehmen also darüber nachdenken seinen Fahrern auch nur im Notfall mehr Aufgaben rund um das Hochvoltfahrzeug zuzusprechen, so ist auch für Busfahrer von Elektrobussen eine Hochvoltschulung wichtig.

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